oder: Wie bekomme ich das Glücksschwein zu dir ???

Heute morgen dachte ich mir, ich schicke dir mal ein Glücksschweinchen, aber leider hatte ich keines zur Hand, also ging ich zum Metzger und besorgte mir eins. Ich kann dir sagen ... das Schweinchen quieckte vor Freude das ich es aus dem Schlachthaus geholt habe .... Ich nahm das Schweinchen an die Leine (habe ich mir vorher natürlich noch im Zoofachhandel besorgt) und trabte munter mit dem Schweinchen im Gepäck nach Hause.

Ich setzte mich an meinen PC und vergnügt lächelnd saß das Schweinchen neben mir auf dem Stuhl. Ich habe angefangen eine Glücksmail an dich zu schreiben und als ich soweit fertig war, sah ich das Schweinchen an und bat es: "So mein kleines Schweinchen, jetzt ist es an der Zeit in die Mail zu springen. Jetzt kommt dein Part!" Doch das Schweinchen rührte sich nicht. Also nahm ich es sanft in die Arme und legte es auf den Scanner. Brav blieb es dort liegen ... aber als ich die Klappe zum Starten schließen wollte, ging das nicht. so sehr ich auch drückte oder mich darauf setzte, sie wollte einfach nicht zugehen. Das Schweinchen war zu groß und zu dick und quieckte ganz laut, dass ich schon Angst hatte das die Nachbarn gleich bei mir vor der Trü mit der Polzei wegen Tierquälerei stehen würden. Aber Gott sei dank, es passierte nichts und ich holte das kleine Schweinchen wieder aus dem Canner. Hmmmm ... was sollte ich denn jetzt machen? Wie bekomme ich das Glücksschweinchen denn nur zu dir? Lange überlegte ich .... Dann hatte ich die rettende Idee. Ich fuhr schnell in die Stadt und ging zum Rathausplatz, denn dort befindet sich normalerweise das Objekt meiner Begierde. Auf dem Weg dorthin schlüpfte ich noch schnell in eine Bäckerei rein und holte Brot von letzter Woche. Das mich die Leute etwas merkwürdig anschauten muss ich wohl nicht extra erwähnen. Auf dem Rathausplatz angekommen wurde ich auch nicht enttäuscht. Da waren sie, ganz viele von ihnen. Langsam schlenderte ich über den Platz und vertreute das alte Brot. Begierig kamen sofort viele Tauben in meine Richtung. Ich suchte mir eine aus und spran gschnell nach vorne um sie zu erwischen. Paff ... lag ich mitten auf dem Boden und alle Tauben waren weg. Die Leute schauten mich etwas entfremdet an. Feuerrot im Gesicht musste ich doch weitermachen, egal was die Leute von mir dachten, denn ich brauchte dringend eine Taube. Wieder überlegte ich wie ich es am besten anstellen könnte eine Taube zu fangen. Hell leuchtete die Birne über meinem Kopf als ich eine Idee hatte. Ich legte eine Spur aus Brot, die direkt in meine Tüte führte. Da kam auch schon die erste Taube angeflogen, setzte sich ans Ende der Spur und folgte ihr fressend bis in meine Tüte. Meine Güte, hat die gegurrt. Sämtliche entgegen kommende Passanten schauten sich fragend um. Schweißgebadet kam ich mit der Taube in der Tüte wieder zu hause an. Da ich durch diese Aktion viel Zeit verloren habe, packte ich direkt das Schweinchen an der Leine und zog es hinter mir her auf das Dach. Oben angekommen packte ich das Ende der Leine und band es an den einen Fuß der Taube. Dem Schweinchen wünschte ich viel Glück und warf die Taube mit Schwung Richtung Himmel. Das Schweinchen rannte ein Stück und dann sah ich es nicht mehr. Allerdings die Taube auch nicht mehr, also nahm ich an, das es funktioniert hat und das Glücksschweinchen sich nun auf dem Weg zu dir befand. Ich fing gerade an mich darüber zu freuen das es doch noch geklappt hat, als ich einen heftigen Knall vernahm. Er kam von unten. Vorsichtig neigte ich mich über den Dachrand und sah das Schweinchen unten liegen. Schnell rannte ich die Treppe nach unten zu ihm. Es zwinkerte mich freundlich an und stand auf. Oh welch ein Wunder das ihm nichts geschehen war. Bevor ich mich noch fragen konnte warum, entdeckte ich auch schon des Rätsels Lösung. Lag da doch die Taube. Leider hatte sie es nicht überlebt. Doch ich nahm mir vor ihr eine Heldentafel auf das Grab zu stellen. Bei der Beerdigung der Taube kam ihre ganze Verwandschaft und Bekanntschaft. Ich kann dir sagen ... eine ganze Menge Flügeln musste ich schütteln für die Beileidsbekundungen. Deshalb hat das ganze dann doch noch etwas länger gedauert. Aber .... jetzt hatte ich immer noch nicht das Schweinchen bei dir. Wie sollst du denn dann den Freitag, den 13. gut überstehen? Also blieb mir nur eine Wahl .... Das Schweinchen in Einzelteile zerlegen und dir per Post schicken. Ich hob das Beil und schaute dabei in diese flehenden Augen. Nein!!! Ich konnte es einfach nicht. Also noch eine Idee ... Wieder auf den Rathausplatz, wieder eine Taube gefangen und dann das Schweinchen mit der Taube gekreuzt. Und das Ergebnis ließ auch gar nicht lange auf sich warten: Hier ist es das Glücksschwein für dich!!!