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Diese Seite ist die Seite von Jamie, eigentlich Jemimah Griffon of Rufford, aber das ist dann doch zu lang und deshalb kurz Jamie genannt.
Leider kann diese Seite nicht mehr persönlich von ihr geschrieben werden, da wir sie im Jahr 2004 über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten. Aber ich will hier an ihrer Stelle ein bißchen was über sie erzählen.

Sie kam als 12 Wochen alter Welpe zu uns. Sie war ein richtiges Fellknäuel und hatte es schon faustdick hinter den Ohren. Als sie zu uns kam, war Churchill bereits 6 Monate alt und doch schon enorm viel größer, so dass ich ehrlich gesagt große Angst um die kleine Maus hatte. Churchill war ja selbst gerade in der Rüpelphase und da hatte ich Angst, wenn er mit Jamie spielen würde, das er aus Versehen auf sie draufspringt und ihr weh tun könnte. Die ersten Tage war Churchill deshalb mit meinem damaligen Mann im Büro, so dass ich alleine mit ihr war. Von der Züchterin bekamen wir einen "Speiseplan" für die ersten Wochen. Das hieß, morgens um 6 Uhr eine Scheibe Brot mit ein wenig Butter und Honig beschmiert in kleinen Häppchen ... Morgens um sechs *kopfschüttel ... Aber was tut man nicht alles für die lieben Tiere? ;-)

Nach ein paar Tagen durfte dann Churchill bei uns bleiben und ich wachte mit Argusaugen über beide. Aber die zwei kamen wunderbar miteinander aus. Jamie war noch so klein, dass sie unter den Stühlen Schutz gefunden hat, während Churchill eben nicht mehr drunter kam. Er legte sich dann vor den Stuhl und wartete, bis Jamie raus kam. Sie war so frech und knuffte ihn ab und zu in die Nase und ehe er etwas machen konnte, war sie schon wieder in Sicherheit. Aber auch Jamie wuchs recht schnell, so dass sie nicht mehr unter die Stühle passte. Aber sie lernte sich gegen ihn durchzusetzen. Wer kann denn auch so einer süßen kleinen Maus wiederstehen? Die zwei lagen, eigens für sie angeschafft, auf einer Matratze zusammen und kuschelten und schliefen. Jamie war recht wild und bald spielten sie recht heftig miteinander. Jamie musste damals noch die Treppen hoch und runter getragen werden, da es für die Knochen nicht gut gewesen wäre, also sollten wir sie bis ca. zum 7. Monat die Treppen tragen .... Ich habe es leider nur bis zum 4. Monat geschafft, dann wurde sie mir definitiv zu schwer. Sie wog da schon ca. 40 kg. Also musste jedesmal mein Mann ran zum Gassigehen :-) .... Damit es den lieben "Kleinen" auch an nichts fehlte, habe ich für die zwei gekocht. Das hieß einmal im Monat eine Großlieferung an Gemüse, das dann den ganzen Samstag verarbeitet wurde und eingefroren wurde. Fleisch dazu und die Mahlzeit wurde den zweien kredenzt. Es hat ihnen auch offensichtlich geschmeckt. Nach ca. 2 Jahren war es mir dann doch zuviel und wir haben auf Trockenfutter umgestellt. Natürlich passte es den Zweien nicht, aber mir dafür um so mehr. Sie haben dann immer ein wenig Reste von uns mit unter das Trockenfutter bekommen und dann funktionierte es.Jamie wuchs zu einer prächtigen Hündin heran, die sich jedoch von keinem anderen Hund etwas sagen ließ. Ruck zuck war sie stubenrein. Sie hörte auch recht schnell auf die Kommandos. Und sie wuchs und wuchs. Verspielt war sie ohne Ende. Kaum war ein anderer Hund in Sicht stürzte sie sich regelrecht darauf. Das natürlich die kleineren, aber älteren Hunde dies nicht toll fanden ist klar, deshalb wollte bald keiner mehr auf dem Hundeplatz mit ihr spielen, nur die großen Rüden hatten Interesse an ihr.

Irgendwann auf einem Spaziergang strauchelte sie und fiel hin. Sie blieb liegen, auch zureden und Befehle wollte sie nicht befolgen. Trotz aller Bemühungen wollte sie nicht aufstehen. Also bin ich mit Churchill losgeflitzt zum Auto, meine Freundin blieb bei Jamie. Ich holte das Auto und wir hieften sie im wahrsten Sinne des Wortes ins Auto. Unterwegs lud ich noch Churchill zu Hause ab und fuhr mit Jamie zum Tierarzt. Was machte ich mir unterwegs Gedanken. Alles wird im Kopf durchgespielt was es sein könnte und das Schlimmste wird natürlich angenommen. Beim Tierarzt kam dieser mit ans Auto. Er meinte sie solle mal ein Stück laufen. Also Jamie aus dem Auto gehoben und vorsichtig abgestellt. Was macht sie? Läuft ganz normal als wäre nichts gewesen. Der TA untersuchte alle Gliedmaßen und konnte nichts feststellen, zumal sie auch ganz normal gelaufen ist. Er meinte wahrscheinlich hätte sie sich vertreten. Klar kennt man ja von sich. Im ersten Moment tut es tierisch weh und dann auf einmal ist gar nichts mehr. Also zuviel Gedanken um nichts gemacht.Sie zeigte auch in den nächsten Tagen keinerlei Schmerzen, also wird sie sich wirklich vertreten haben.

Mit 1 1/2 Jahren stellten wir fest, das sie schwere HD hatte. Zuerst ließen wir, wie bereits bei Churchill, bei dem es wahre Wunder bewirkte (er hatte ebenfalls HD) die Innenbänder durchtrennen. Leider zeigte sich nach einiger Zeit das es bei Jamie leider nichts nutzte. Nun war die Frage was machen wir. Wir fuhren in eine Spezialklinik mit ihr, dort wurde sie von Kopf bis Fuß untersucht. Wir hatten bei der Größe von Hund leider nicht viele Möglichkeiten zur Auswahl, denn ein künstliche Hüftgelenk ist bei der Größe und dem Gewicht nicht wirklich hilfreich und Erfolg versprechend. Es gab die Möglichkeit, dass der Oberschenkelknochen gerichtet wird, so dass er richtig in der Pfanne sitzt und dann erstmal mit Metall verankert wird. Das Metall könnte man evtl. irgendwann entfernen, oder aber auch sogar drin lassen. Nach reichlicher Überlegung entschieden wir uns dazu ihr nach Möglichkeit Schmerzfreiheit zu bringen und ließen erst die eine Seite machen und nachdem das alles gut abgeheilt war, die andere Seite. Nun dachten wir hätten wir es geschafft. Was leider in der Zwischenzeit abhanden kam, waren die Muskeln, die erst wieder aufgebaut werden sollten. Was jedoch nicht so einfach war, da sie ja mittlerweile schon 3 Jahre alt war und man sie nicht so doll belasten durfte. Wir versuchten es.

Aber das Schicksal meinte es nicht gut mit ihr. Jamie war eigentlich immer ein sehr aufgeweckter Hund und fand nichts schöner als mit anderen zu spielen und zu toben. Aber trotzdem war sie doch ein sehr ruhiger Hund. Deshalb war es umso merkwürdiger, dass sie eines Tages ständig umher lief. Sie fand keine Ruhe. Jedesmal wenn sie sich setzte und Anstalten zum Hinlegen machte, stand sie wieder auf und lief weiter unruhig hin und her. Sie hustete auch ständig. Trotz Beruhigung und dem Befehl irgendwann Platz zu machen tat sie dies nicht. Also musste irgendwas sein. Sie ging mit mir zum Auto, kletterte ins Auto und stand dann drin. Während der Fahrt, drehte sie sich ständig im Kreis, wollte sich einfach nicht setzen. Irgendwann während der Fahrt zum Tierarzt kam mir der Verdacht das es sich um eine Magendrehung handeln könnte. Ich drückte aufs Gas. Mir war es egal ob ich in eine Radarkontrolle kam. Ich fuhr 150 bei Tempolimit 100 ... aber ich hatte es auf einmal sehr eilig. Beim TA angekommen ist sie noch mit bis in die Praxis gelaufen, hechelte schwer und nachdem ich meinen Verdacht geäußert habe und die Sprechstundenhilfe dem TA direkt Bescheid gegeben hatte baute Jamie auch rapide ab. Die Anzeichen, wie sie in einem Buch beschrieben sind, waren nicht wirklich ersichtlich bei ihr. Sie kam an einen Tropf. Dann wurde sie geröntgt. Die Bestätigung. Ab auf den OP-Tisch. Während der ganzen OP saß ich im Wartezimmer und bangte um sie. Der TA hatte eigentlich an diesem Nachmittag frei, aber er sagte alle Termine ab um sich um Jamie zu kümmern. Nach Stunden wurde sie dann zu mir gebracht. Sie lag so elend auf der Decke. Ich habe geheult als ich sie so da liegen sah. Es sah nicht gut aus. Vom Magen war sehr viel schon abgestorben, deshalb ist es so wichtig, das man Tiere mit Magendrehung so schnell wie möglich operiert. Wir müssten die nächsten Tage abwarten und hoffen, das der Rest des Magens sich regeneriert und sie es schafft. Ich brachte sie nach Hause und der TA wollte abends nochmal nach ihr schauen. Abends haben wir sie dann auf die Füsse gestellt und sind ein paar mal um die Couch mit ihr gelaufen, damit der Kreislauf in Schwung kommt. Denn es ist nicht der Magen, sondern der Kreislauf, der meist dazu führt das Tiere eine Magendrehung nicht überleben. Ich solle öfter mit ihr laufen, damit der Kreislauf in Schwung kommt. Der TA fragte mich ob ich mir zutraue ihr Infusionen anzuschließen und zeigte mir wie ich das machsen muss. Klar mache ich das, es geht doch um Jamie. Er zeigte mir auch, dass sollte sich der Bauch nochmals blähen, wo ich reinstechen müsste damit die Luft raus kann (das hört sich schlimm an, aber das muss dann sein). Oh Gott was hatte ich Angst um die kleine Maus. 5 Tage sind kritisch. Wenn sie das übersteht, dann hat sie es geschafft. Ich habe mein Nachtlager zu ihr ins Wohnzimmer verlegt. Habe jede Nacht bei ihr verbracht und beim kleinsten Geräusch von ihr, stand ich schon neben ihr und horchte und schaute genau. Ich betete und redete auf sie ein, dass sie mich doch nicht allein lassen dürfe und das sie es schafft. Sie war wirklich sehr schwach und sie hat weder gefressen noch getrunken während dieser Zeit. Aufgestanden ist sie nur zum Pipi machen und mal eine Runde mit mir um die Couch laufen. Aber da auch nur mit hängendem Kopf und einem so weggetretenen Blick. Ständig habe ich gebetet sie möge es schaffen. Nachdem die 5 Tage vorbei waren, atmeten wir auf. Und es ist komisch. Am 6. Tag hob sie ihren Kopf, blickte uns aus total wachen Augen an und der Schwanz wedelte. Es sah aus, als wolle sie fragen: "Was schaut ihr denn alle so traurig, was ist denn los?" Als wäre sie die letzten Tage nicht da gewesen und nun wieder zu Hause. Ich habe sie in den Arm genommen und habe nur noch geweint vor Glück. Jetzt wird alles gut .... zumindest dachte ich dies.

Nun ging es ihr wieder richtig gut und wir fingen erneut an die Muskeln langsam aufzubauen. Leider machte sie nicht so mit. Sie lief grundsätzlich weit hinter uns und trottete nur so vor sich hin. Keine Ausflüge mehr in den Wald, sondern nur noch auf dem Weg. Spielen in dem Sinne wollte sie auch nicht mehr, nur wenn ein anderer Hund kam, da fing sie dann an und wurde wieder zum jungen Hund. Irgendwann morgens kam sie nicht zum Fressen, was sehr verwunderlich war, denn normalerweise war sie immer die Erste. Erst nach mehrmaligem rufen kam sie dann, allerdings ist sie mit viel Mühe aufgestanden. Ok, wir haben sie die nächsten Tage ein wenig geschont weil wir dachten, wir hätten sie ein bißchen überfordert. Als nach ein paar Tagen noch immer keine Besserung in Sicht war, habe ich sie eingepackt und wollte vorsichtshalber mal schauen lassen. Der TA konnte soweit nichts feststellen, außer das sie ein wenig mit dem Auge blinzelte als er das eine Hinterbein bewegte. Mittlerweile wußten wir, dass Jamie keinerlei Schmerzen zeigt. Allein bei der schweren HD hätte sie jaulen müssen als der TA sie damals untersuchte. Deshalb wußten wir das einer ihr ganz genau ins Gesicht schauen musste um festzustellen ob sie Schmerzen hat. Der TA schickte uns zur Computertomografie. Dort kam sie dann in die Röhre und was dabei festgestellt wurde, war alles andere als gut. Zuerst einmal bemerkte er an ihrer Wirbelsäule viele entzündete Nerven, die durch unterschiedliche Verschiebungen entstanden sind. Dagegen sollte sie dann ein entzündungshemmendes Mittel bekommen. Was ihr auch scheinbar gut getan hat. Aber der Hammer war etwas ganz anderes.

An dem Hinterbein wo sie die Schmerzen gezeigt hat, stellte der Arzt fest das beide Bänder gerissen waren und das schon eine ganz lange Zeit. Dadurch das die Bänder nicht mehr da waren und somit kein richtiger Halt da war, hat sich die Knorpelschicht im Kniegelenk aufgelöst und bei ihr rieben somit die Knochen blank auf einander. Der Arzt konnte es nicht glauben das Jamie überhaupt noch läuft und schon gar nicht, dass sie die Schmerzen - und es müssen höllische Schmerzen sein - nicht mal zeigt. Es blieb nur eine OP übrig, denn die Bänder mussten wieder befestigt werden damit nicht noch schlimmeres passiert. Sie bekam so eine Art Gelenkschmiere zwischen die Knochen gespritzt, damit die Knochen nicht so doll aufeinander reiben und die Schmerzen damit besser werden. Durch die Bänder-OP musste sie an dem Bein einen Gips bekommen. Bei so großen Hunden ist das nicht einfach. Aufstehen alleine geht nicht, zum Pipimachen hinsetzen schon gar nicht und laufen nur mit Unterstützung. Ich sollte dazu erwähnen, dass Jamie mittlerweile 78 kg auf die Waage brachte (sie hatte aber durch die HD schon 10 kg) abgenommen. Auf jeden Fall waren es schwierige 4 Wochen und der Gipsverband musste regelmäßig gewechselt werden. Bei der Masse Hund ist da eine Menge Verbandszeug von Nöten und der TA rückte immer mit einer riesen großen Tüte ein. Natürlich war diese Zeit für den Muskelaufbau nicht zu gebrauchen. Danach musste sie im Grunde wie bei uns Menschen auch, erst wieder vorsichtig laufen lernen und da der Knorpel ja gänzlich fehlte, sollte sie auch nicht mehr so rumspringen, oder toben. So richtige Lust hatte sie sowieso nicht. Aber trotz allem was sie bis dahin mitgemacht hat, war sie immer sehr lebensfroh. Eigentlich sollte man nun auch annehmen, dass sie jetzt genug mitgemacht hätte ....

Richtig, man sollte es eigentlich meinen, aber die Geschichte geht noch ein wenig weiter. Das mit dem Kniegelenk war ca. im Alter von 4 1/2 Jahren. Ein halbes Jahr später knickte sie beim Gassigehen um, stand aber direkt wieder auf und lief weiter mit uns. Ich habe sie die nächsten zwei Tage beobachtet, aber sie lief ganz normal ... ich habe sie deshalb beobachtet, weil man bei ihr ja nie sicher sein konnte. Da aber offensichtlich nichts war, dachte ich nicht weiter darüber nach. Als ich dann mit ihr kurz drauf beim Impfen war, erzählte ich dem TA von dem Umknicken und er schaute vorsichtshalber das Knie an. Wieder blinzelte sie nur kurz, aber das wußten wir ja, dann hatte sie Schmerzen. Kurzentschlossen schoben wir sie auf den Röntgentisch und mußten feststellen, dass ein Band gerissen war. Es war aber "Gott sei dank" das andere Knie. Also OP ... wieder Gips und die ganze Prozedur von vorne, nur diesmal auf der anderen Seite. Da Jamie ja nun wußte wie man mit Gips lebt, ging es auch alles etwas leichter. Einmal ist sie sogar schneller gelaufen als wir sie unterstützen konnte. Sie hatte es wohl eilig Pipi zu machen. Und es sah wirklich witzig aus von hinten. In einem Eilschritt stürmte sie samt Gibsbein auf die Wiese und stellte sich breitbeinig hin und machte ihr Geschäft. Dann blieb sie auf der Stelle stehen, schaute sich nach uns um, so nach dem Motto: "Kommt hier jetzt vielleicht mal einer, der mich stützt?" Es war urig komisch dieser Blick. Dann kam der Gips wieder ab und es wurde alles gut. Klar mal hier ein entzündetes Auge, oder auch mal eine Halsentzündung, aber diese Dinge waren so klein und nichtig gegen alles andere. Da sie nun so gar nicht mehr richtig viel laufen konnte, hatten wir uns entschlossen es ihr einfach nur noch bei uns gut gehen zu lassen. Und ihr ging es gut ....

Ihr ging es gut bis zum Mai 2004. Ich wohnte schon nicht mehr dort und bekam alles nur am Rande mit. Eine Freundin rief mich mittags an und erzählte mir, das Jamie so komisch und schwer hecheln würde und einen schlappen Eindruck machte. Sie hätte aber der Freundin meines Ex gesagt das sie es dem Herrchen sagen solle. Ok, dachte ich, werde ich morgen mal nachfragen. Nachts um 1 Uhr rief mein Ex an und fragte mich ob ich im Internet mal nachschauen könnte was es sein könnte. Um 1 Uhr? Ich fragte ihn seit wann er es wüsste das es ihr so schlecht geht. Gerade eben hätte seine Freundin ihn unterrichtet .... Ich konnte nichts genaues finden und so wollte er am nächsten Tag die TÄ anrufen. Nachmittags bekam ich dann die Mitteilung das sie gründlich untersucht werden würde, weil die TÄ auf Anhieb nichts feststellen konnte. Viele Untersuchungen vergingen. Der Verdacht auf Krebs kam raus. Zittern und bangen. Wenn sie wirklich Krebs haben sollte, wollten wir sie nicht mehr operieren lassen, denn sie war schon 7 Jahre alt und die Aussicht das sie alles gut verkraften könnte war sehr minimal bis aussichtslos. Nein, ich wollte sie nicht verlieren. Dann kam das Ergebnis des großen Blutbildes und dieses bestätigte den Verdacht nicht. Erleichterung, ein wenig Freude. Aber was war es denn? Weitere Untersuchungen, dann das erschreckende, entsetzliche Ergebnis.

Sie hatte eine Autoimmunschwäche und ihr Körper fing an die eigenen Muskeln abzustoßen. Woher sowas kommt wußte unsere TÄ auch nicht. Sie versuchte alles. Ich wurde auf dem Laufenden gehalten. Zwar wurde sie zunehmend schwächer, aber ihre Lebensfreude hatte sie nicht verloren. Mittlerweile hatte sie große Schwierigkeiten alleine aufzustehen, aber wenn sie stand ging es. Sie fraß, sie trank und ging kurzes Gassi. Anfang Juli kam ein Anruf von meinem Ex, er wüßte nicht was er tun solle, Jamie wäre morgens noch ganz normal Gassi gegangen, hätte gefressen und seitdem würde sie da liegen und sich kaum noch rühren. Die Alarmglocken klingelten bei mir, ich bin sofort hingefahren. Der Anblick der sich mir bot, hat mir das Herz zerissen. Dünn, total eingefallen im Gesicht und die Augen ganz tief. Kein Schwanzwedeln als ich zu ihr kam und sie ansprach. Sie wolle auch nicht mehr fressen um eine Schmerztablette zu nehmen. Ich versuchte mein Glück mit Fleischwurst, aber sie hat dran gerochen und den Kopf direkt wieder auf die Matratze gelegt. Ich schaute meinen Ex an und meinte, er solle sie erlösen lassen. Ihm standen die Tränen in den Augen und er wußte nicht ob er es wirklich tun sollte. Nach einigem hin und her rief er dann bei der TÄ an, die leider unterwegs war und erst um Mitternacht hätte kommen können. Was sie auch tat. So lange hielt ich ihre Pfote, sprach beruhigend auf sie ein. Ob sie noch etwas mitbekommen hat, weiß ich nicht. Sie versuchte nur ständig ihre Lage etwas zu ändern, aber ohne Hilfe ging es nicht. Sie war einfach zu schwach. Um Mitternacht kam dann die TÄ, schaute sich Jamie an und nickte nur mit dem Kopf. Während die Spritze aufgezogen wurde und verabreicht wurde, habe ich ihren Kopf auf meinem Schoß gehabt und sie durchgehend gekrault, mit dem Blick auf den Bauch. Als dieser sich nicht mehr hob und senkte, habe ich sie in den Arm genommen und nur noch geweint. So viel hat die kleine Maus überstanden, immer und immer wieder gekämpft und gewonnen, nur diesen Kampf hat sie verloren ... ;-( Auch heute weine ich um sie. Sie wird aber stets in meinem Herzen bleiben, weil ich sie liebe!

An dieser Stelle möchte ich einer Person ganz herzlich danken, der Züchterin von Jamie. Sie hat uns stets mit Rat zur Seite gestanden und war stets für uns und Jamie da! Vielen lieben Dank Frau U. !!!!

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