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Vorneweg, mein Name ist Sweety und ich möchte Euch an dieser Stelle erzählen, wie ich zu diesem Namen kam und wie überhaupt hier alles abgelaufen ist.

Es war einmal im Sommer 2003 .... so beginnen alle Märchen ... aber dies wird doch gar kein Märchen (ich glaube ich muss meine Dosi etwas besser erziehen, damit sie das schreibt, was ICH diktiere).

Also nochmal von vorne:
An einem wunderschönen Sommertag 2003 in der Abenddämmerung in Frankreich tobte ich mit meinen beiden Brüdern und meiner Mama über Stock, Stein und Autos. Es war wie jeden Abend. Doch nein ... was war denn das da am Straßenrand? Ein Mensch, noch sehr klein, beobachtete unser Spiel verzückt. Ich blieb auf der Motorhaube des Autos sitzen um ihn zu betrachten. Er schien aufgeregt und redete mit irgendjemanden, den ich nicht sehen konnte und verstehen konnte ich ihn auch nicht. Worüber ich mir jedoch keine weiteren Gedanken machte, denn "mein Mensch" kam nach Hause. Freudig liefen wir drei Katzenbabys zu ihm. Schwupp ... nahm er mich auf den Arm und ging mit mir in Richtung des "kleinen Menschen". Nun stand noch ein weiterer, etwas größerer Mensch dabei. Herrchen unterhielt sich mit dem größeren Menschen. WAAAASSSS??? Er fragte allen Ernstes ob sie einen von uns mitnehmen möchten! Einen von uns??? EINEN??? Panik stieg in mir hoch, jedoch verging diese recht schnell wieder, da die zwei alleine weggingen und wir zusammen blieben. Puuhhhh.

Sofort lief ich zu meinen Brüdern und wollte mit ihnen schmusen so froh war ich, doch die zwei hatten nichts anderes im Kopf als mich zu jagen. Manchmal wünschte ich mir dann weit weg zu sein, damit ich meine Ruhe hatte. Am nächsten Abend, ich dachte schon gar nicht mehr an den Vorfall, saßen die zwei Menschen zur Futterzeit bei unserem Herrchen und beobachteten uns. Ich verzog mich gleich nach dem Fressen ins Haus zum Schlafen. Sollten sie doch meine Brüder beim Toben beobachten. Danach sah ich die Menschen nicht mehr. Drei Tage vergingen und keine Katze dachte mehr an die zwei Menschen, als mich mein Herrchen morgens nach dem Fressen auf den Arm nahm. Oooohhh! Er wollte mich spazieren tragen. Das war ja noch nie vorgekommen. Pustekuchen. Was war denn das? Bevor ich mich versah oder handeln konnte, sprich Krallen ausfahren konnte, wurde ich in eine Plastikkiste mit Gittern gelegt. Ich versuchte durch die Gitterstäbe etwas zu sehen und was sah ich da? Wieder die zwei Menschen. Ich ahnte Schlimmes. Womit ich recht behalten sollte nachdem sie mich samt Kiste in ein Auto stellten. Sofort fing ich an nach meinen Brüdern, meiner Mama und meinem Herrchen zu rufen. Immer und immer wieder rief ich ganz laut, aber keiner kam um mich zu retten. Wir fuhren los und ich rief immer verzweifelter und lauter. Stunde um Stunde. Ab und zu schoben sich Finger durch das Gitter, am liebsten hätte ich feste reingebissen, aber ich war so mit Hilfeschreien befasst das ich nicht dazu kam.

Die zwei Menschen versuchten mit mir zu reden, ich verstand jedoch kein einziges Wort. Was waren das für Wörter? Warum verstand ich nichts? Ganz klar ... es stellte sich heraus das sie Deutsch sprachen und nicht wie Herrchen Englisch. Nach einer Ewigkeit wie mir schien wurde ich wieder samt Kiste aus dem Auto geholt und durfte kurz darauf die Kiste verlassen. Aber wo war ich denn? Wo waren die anderen? Überall schaute ich nach, aber ich fand niemanden und verstand immer noch nichts. Ab und zu redete der größere Mensch sogar in Englisch mit mir, so verstand ich wenigstens etwas. Sie faselte etwas von neuem Zuhause. Und nach einer kurzen Zeit riefen sie immer wieder Sweety. Also hieß ich ab sofort Sweety und trage meinem Namen auch alle Rechnung :-). Mittlerweile fühle ich mich super gut hier und meine zwei Dosis würde ich nicht mehr eintauschen wollen. Obwohl ich schon bei der einen oder anderen Gelegenheit am liebsten wieder weggelaufen wäre. 

Z.B. als sie mir ein blau-graues Wollknäuel vor die Nase setzten. Da hatte ich schon richtig Angst das sie sich nun nicht mehr mit mir beschäftigen würden, sondern mich links liegen lassen könnten. Also musste ich erstmal versuchen, dieses ETWAS wieder zu verscheuchen. Nicht das ich ihn nicht süß fand ... denn als ich ihn das erste mal sah hätte ich ihn direkt knuddeln können, aber das durfte ich nicht zeigen. Außerdem musste ich ihm erst mal beibringen wer hier das sagen hat ... nämlich ICH! Nach ein paar Tagen durfte ich dann endlich etwas lieber sein und heute sind wir die besten Freunde, auch wenn er manchmal mit seiner Spielerei ein bißchen nervig ist, dann verziehe ich mich, oder er bekommt auch mal eins auf die Tatze. Meine Dosis haben immer darauf geachtet das keiner von uns zu kurz kommt ... geht auch schlecht, denn meist treten wir immer zu zweit auf. Höchstens wenn Max mal schläft, dann schleiche ich auf leisen Pfoten zu Dosi und bekomme kurz eine extra Portion Knuddeleinheiten. Nicht lange, denn Max steht meist dann schon wieder da .... Ich glaube er hat übersinnliche Fähigkeiten. Aber was soll's ich will ja auch nicht zu kurz kommen. 

Ein anderes Thema ist auch manchmal zum Weglaufen, aber mittlerweile ist meine Neugier schon so groß das ich gar nicht mehr wirklich weglaufen möchte. Dieses Thema heißt Churchill und ist ein RIESE. Meine Güte, als ich den das erste mal sah, wäre ich um ein Haar tot umgefallen. Solch einen Schreck hat er mir eingejagt. Auch ihm habe ich gleich versucht zu zeigen, wer hier die Herrin im Haus ist und habe ihm erstmal meine Krallen in die Nase gesteckt. Es hatte Wirkung, denn er wollte nie wirklich was von mir, außer mich immer fast zu Tode erschrecken. Wenn er die Tür reinkam hat er mich erstmal gesucht und sobald er mich erblickt hatte gab es ein lautes "WUFF" und er hat einen Satz in meine Richtung gemacht. Irgendwann merkte ich aber das er mich nur erschrecken wollte und blieb ungerührt sitzen. Seitdem herrscht hier Ruhe. Manchmal wage ich mich auch in seine Richtung, allerdings nur wenn er irgendwo liegt und tief schläft. Dann schnuppere ich mal an seinem Hinterbein, ansonsten mache ich doch besser einen großen Bogen um ihn. Das geht aber leider nicht immer, schon gar nicht wenn er mitten in der Küchentür liegt und ich nach dem Fressen unbedingt mal das stille Örtchen aufsuchen muss. Da habe ich mir dann irgendwann einfallen lassen, der Tür mit meinen Pfoten einen Schubs zu geben, so dass sie zu geht und er aufsteht und geht. Dann kann ich um die Ecke schielen und mich gemütlich Richtung Toikiste aufmachen. Man muss nur clever sein ;-). Leider kommt Churchill nun nicht mehr zu uns, aber ist vielleicht auch besser so. Ich weiß nämlich nicht ob er es auch mit uns vieren aufnehmen würde.


Im Juli stand unsere Dosi auf einmal mit zwei Transportboxen in der Tür, ach herrje, schon wieder zum Tierarzt ... Bin ich gleich mal geflitzt ... aber was war denn das? Die waren ja beide besetzt. Da musste ich doch mal neugierig reinschielen. Haaa ... was ist das denn? Dosi macht die Türen auf und rauskommt ein großes beigefarbenes Etwas und aus der anderen Box etwas kleines Schwarzes, was so flink unter den Tisch eilte, das ich dachte es wäre ein Wiesel. Zuerst dachte ich wir haben Besuch, aber nach ein paar Tagen waren die zwei immer noch hier und so fing ich langsam an Freundschaft zu schließen. Tiffy, die kleine zarte, ist ja ganz verträglich. Sie will am liebsten Ihre Ruhe haben, also lasse ich sie. Aber Stani, der Möchtegern Kater glaubt noch immer er wäre hier der Herr im Haus, aber iss nicht, das bin nämlich ICH! Er ist richtig zickig, aber bitte wenn er meint, ich habe ja Maxwell mit dem ich schmusen kann. Stani schmust zwar auch, aber mit mir will er einfach nicht, dabei muss ich ja ehrlich zugeben, das er ein toller Kater ist und er sieht richtig gut aus. Nur schade das er mich nicht auch toll findet. Das stelle ich mir richtig schön vor mit ihm zu schmusen ;-)

Dann will ich mich jetzt mal schnell verabschieden, damit Dosi uns endlich Fressen geben kann (Die anderen drei sitzen schon ganz ungeduldig neben neben uns). Mit einem Köpfchengeb verdrücke ich mich ....  

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